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Herzlich Willkommen bei der Erfa-Gruppe Produktions- und Informationsmanagement
 
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Fit mit J(IT)

Innovative Produktions- und Distributionslogistik als Erfolgsfaktor

Firmenseminar der Erfa-Gruppe PIM «Produktions- und Informationsmanagement»

AGIE SA, Losone


Am 20./21. September besuchten mehr als 50 Teilnehmer das Erfa-PIM-Firmenseminar "Fit mit J(IT)" bei der AGIE SA in Losone. Im Rahmen des Firmenseminars stellte die AGIE SA, die im Frühjahr 2001 mit dem „Innovationspreis Industrielle Logistik 2001“ der Schweizerischen Gesellschaft für Logistik (SGL) ausgezeichnet wurde, verschiedene Just-in-Time-Konzepte vor. Die Konzepte wurden sowohl von organisatorischer als auch von informationstechnischer Seite durch die Vertreter der AGIE SA beleuchtet und es wurden interessante Möglichkeiten bei der Gestaltung der Fertigung und Montage komplexer und hochtechnischer Werkzeugmaschinen aufgezeigt.

Auftakt des Firmenseminars der Erfa-Gruppe PIM bildete am Abend des 20. Septembers ein gemeinsames Abendessen im Hotel „Esplanade Resort & Spa“ in Minusio / Locarno. Hier ergaben sich zahlreiche Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch zwischen Fachleuten der Bereiche Produktions-, Logistik- und Informationsmanagement.

Am Morgen des 21. September begrüsste Herr Erich Baer, Plant Manager und Mitglied der Geschäftsleitung, AGIE SA, die Teilnehmer des Firmenseminars im AGIE-Werk in der Zona Industriale Zandone / Losone. In seinem Referat stellte er erst die AGIE Charmilles Gruppe kurz vor. Diese ist mit ihren Elektroerosionsmaschinen (EDM) und Hochgeschwindigkeitsbearbeitungszentren (HSM) der führende Systemanbieter für den Werkzeug- und Formenbau. Innerhalb der AGIE Charmilles Gruppe - die Unternehmensgruppe Fertigungstechnik des Georg Fischer Konzerns - stellt die AGIE SA mit Sitz in Losone, Tessin, hochtechnische und komplexe Werkzeugmaschinen her und ist in diesem Gebiet Technologieführer.

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Zur Herstellung dieser Maschinen werden die verschiedenen Disziplinen Maschinenbau, Antriebstechnik, Hydraulik, Physik, CNC-Steuerung, Pneumatik, Leistungselektronik, Filtertechnik und Chemie zu höchster Präzision vereint. Nach einer kurzen Darstellung der Technologie des Funkenerosion, die in Russland entdeckt wurde, und inzwischen zahlreiche Anwendungen wie z.B. in den Bereichen Formenbau, Automobilindustrie, Flugzeugbau, Formel 1, Medzinaltechnik, Chipindustrie, Telekommunikationsindustrie, Uhrenindustrie etc. findet, ging Herr Baer auf die kurzen Innovationszyklen bei der AGIE SA ein und zeigte Motive und Konzepte der Fliessfertigung auf, die ein wesentliches Merkmal der Produktion bei der AGIE SA bilden. Die Fertigungslinie bei der AGIE umfasst u.a. folgende Charakteristiken: Fliessprinzip, 8 Montageschritte, Taktzeit von 3 Stunden, Kapazität 650 Anlagen / Jahr, 8 Modelle, Produktionslos 1, integrierte Materialbuffer, Standardisierung grösser als 90% und eine integrierte Prozesssteuerung. Weitere Charakteristiken der Fertigungslinie: ein Planungshorizont von 4 Monaten, eine Liefergarantie von 4 Wochen, eine Montagezeit von 3 Arbeitstagen, Test und Verpackung in 4-5 Tagen, Fertigung nach Kundenauftrag sowie eine Montagetoleranz von +/- 1 Tag. Weiter stellte Herr Baer diverse Aspekte der Fliessfertigung vor; so ergeben sich z.B. spezielle Anforderungen an die Supply Chain wie z.B. eine integrierte Qualitätssicherung, selbstregelnde Logistikkreise, Liefergarantie, die Beherrschung der Herstellprozesse, eine gezielte Lieferantenauswahl und ein flexibler Kapazitätseisatz.

Nach einer kurzen Diskussionsrunde und anschliessender Kaffeepause fand unter Führung der Referenten ein 90minütiger Betriebsrundgang statt, in dem die verschiedenen Konzepte praxisnah veranschaulicht und weiter ausgeführt wurden. Der Betriebsrundgang zeigte dabei die wesentlichen Aspekte auf, die für die Herstellung der Werkzeugmaschinen von Bedeutung sind.

Beim Mittagessen in der Grotto Boggini in Losone boten sich im südländischem Ambiente für die Teilnehmer weitere Möglichkeiten zur Diskussion der vorgestellten Konzepte und zum weiteren Erfahrungsaustausch.

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Herr De Angelis, Leiter Logistik und CIO, AGIE SA, ging nach dem Mittagessen in seinem Referat auf Informationstechnologien und JIT-Konzepte ein und zeigte dabei Sonderapplikationen (z.T. auf SAP basierend) für vereinfachte Prozesse auf. Nach einer kurzen Einführung zu den verschiedenen Bewirtschaftungsarten (JIT/Pull, MRP/Push), dem Repetitive Manufacturing und der JIT-Beschaffung zeigte Herr De Angelis weiter auf, welche Voraussetzungen für deren Einsatz erfüllt sein müssen, wie die Prozesse organisatorisch gestaltet werden müssen und welche speziellen Anforderungen sich an die informationstechnischen Systeme ergeben.

Herr Hansjörg Rutz, Supply Chain Manager +GF+-Konzern, AGIE SA, ging im dritten Referat des Firmenseminars auf organisatorische SCM-Konzepte im Konzern ein und zeigte dabei erfolgreiche SCM-Tools und Methodiken auf. Herr Rutz stellte dabei insbesondere die kostenseitigen Aspekte des SCM in den Vordergrund; so stellte er das SCM Total Cost Controlling vor und ging auf realisierte und potentielle Kosteneinsparungen im Konzern ein. Auch zeigte er auf, wie sich unternehmensübergeifend Synergien ergeben können, z.B. im Rahmen von Allianzen oder Verbänden wie der OSIG.

Abschluss des Firmenseminars bildete eine ausführliche Diskussionsrunde, die den Teilnehmern weitere Möglichkeiten bot, die vorgestellten organisatorischen und informationstechnischen Aspekte kritisch zu hinterfragen. Hier zeigte sich, dass viele Teilnehmer von den Erfahrungen der AGIE profitieren und diese auch als Input für die eigene unternehmerische Tätigkeit nutzen können.

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